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Zahnarztpraxis St. Arnold
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48485 Neuenkirchen
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Totalprothesen

Totalprothesen

Wenn alle Zähne fehlen

Vollprothesen (auch Totalprothesen genannt) kommen bei einem zahnlosen Kiefer zum Einsatz. Sie liegen dem Kiefer nur auf und können nicht mehr (wie Teilprothesen) an eigenen Zähnen verankert werden. Ihr Halt wird allein über die Saugwirkung eines dünnen Speichelfilms zwischen der Prothese und der Schleimhaut von Gaumen bzw. Kieferkamm gewährleistet.

Bild von Vollprothesen

Voraussetzung für einen guten Halt ist daher eine möglichst genaue Anpassung der Prothese an den Kiefer des Patienten. Wie gut die Saugwirkung ist, hängt allerdings nicht nur von der Passgenauigkeit der Prothese, sondern insbesondere auch von der Höhe der Kieferkämme (Knochenangebot), der Mundschleimhaut und dem Speichelfluss des Patienten ab.

In der Regel sitzt eine Totalprothese im Oberkiefer wegen der breitflächigeren Auflage am Gaumen besser als im Unterkiefer. Die anatomischen Gegebenheiten im Unterkiefer sind von Natur aus ungünstiger: Hier muss die Prothese wegen der beweglichen Zunge hufeisenförmig gestaltet werden. Dadurch verringert sich ihre Auflagefläche und es ist deutlich schwieriger, einen Saugeffekt zu erzielen.

Die Erwartungen an den „Halt“ einer Totalprothese sollten deshalb entsprechend bescheiden sein. Patienten reagieren ganz unterschiedlich auf das Leben mit einer Vollprothese: Manche sind glücklich, endlich makellose Zähne zu haben und gut damit beißen zu können andere klagen über Sprechstörungen, Geschmacksverlust und Würgereiz.

Alternativ zu konventionellen, d.h. rein schleimhautgetragenen Vollprothesen, lassen sich Prothesen mit Implantaten sicher verankern. Mehr Informationen dazu finden Sie in unserem ausführlichen Artikel „Einsatzmöglichkeiten von Implantaten“.

Tipps zur Eingewöhnung

Trotz Präzisionsarbeit von Zahnarzt und Zahntechniker muss der Patient selbst das "Einbeißen" (Inkorporieren) seiner neuen Prothesen übernehmen. Das genaue Einpassen einer Prothese hin zu einem guten Ergebnis mit angenehmem Tragekomfort ist oft ein mehrstufiger Prozess einhergehend mit Kontrollen und kleinen Korrekturen durch den Zahnarzt.

  • Herausnehmbarer Zahnersatz liegt teilweise oder ganz der Mundschleimhaut auf, wofür dieses Gewebe von Natur aus nicht geschaffen ist, Schleimhaut und Muskulatur müssen sich zunächst an den Zahnersatz gewöhnen. In den ersten Tagen nach der Eingliederung einer neuen Prothese können deshalb Druckstellen auftreten. Linderung bringen Mundspülungen, zum Beispiel mit Kamille, verbunden mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Salben. Reicht dies nicht aus, kommen Sie bitte zu uns: Eine Nachbearbeitung in unserer Praxis schafft in aller Regel Abhilfe. Nehmen Sie den Zahnersatz vor dem Besuch nach Möglichkeit für längere Zeit nicht aus dem Mund, denn um Druckstellen gezielt entfernen zu können, müssen sie sichtbar sein.
  • Das Abbeißen gelingt besonders bei Vollprothesen nicht mehr so gut wie mit den eigenen Zähnen. Sie sollten sich deshalb mundgerechte Portionen zurechtschneiden und möglichst mit den Seitenzähnen abbeißen. Nehmen Sie in den ersten Tagen nur kleinere Bissen zu sich und kauen sie diese so, dass beide Seiten des Gebisses gleichmäßig trainiert werden. Die Härte der Nahrung sowie die Größe der Bissen können nach und nach gesteigert werden
  • Die Prothese wird anfangs in der Mundhöhle wie ein Fremdkörper empfunden. Die Folgen sind vermehrter Speichelfluss, unter Umständen ein Würgereiz und ggf. Sprachstörungen. Meist bestehen diese Beeinträchtigungen nur kurzfristig. Sprachübungen (z.B. das laute Vorlesen eines Textes) können den Gewöhnungsprozess beschleunigen.
  • Das Herausnehmen und Einsetzen der Dritten Zähne sollte anfangs zu Hause vor dem Spiegel geübt werden.

Pflege-Tipps

Herausnehmbarer Zahnersatz sollte - wie die eigenen Zähne auch - möglichst nach jeder Mahlzeit, mindestens jedoch zweimal täglich nach dem Frühstück und vor dem Zubettgehen gründlich gereinigt werden.

  • Reinigen Sie Ihre Prothese immer außerhalb des Mundes.
  • Reinigen Sie Ihre Prothese möglichst immer über einer weichen Unterlage. Fällt die Prothese herunter, kommt es nicht so leicht zu Beschädigungen.
  • Um alle Unreinheiten erkennen zu können, sollten Brillenträger ihre Lesebrille zur Reinigung tragen
  • Benutzen Sie eine herkömmliche, weiche Zahnbürste oder ggf. eine spezielle Prothesenbürste aus dem Fachhandel; diese hat längere, weichere Borsten und ein dickeres Borstenfeld.
  • Achten Sie besonders auf schwer zugängliche Stellen wie die Zwischenräume bzw. Rillen zwischen den einzelnen Zähnen
  • Verwenden Sie nach Möglichkeit keine normale Zahnpasta! Die darin enthaltenen Putzkörper sind auf die Härte des Zahnschmelzes abgestimmt und rauen auf Dauer den Prothesenkunststoff an bzw. machen ihn porös, was zu einer stärkeren Belagbildung beiträgt. Außerdem geht die hochglanzpolierte Oberfläche des Zahnersatzes verloren. Benutzen Sie stattdessen z.B. einen Tropfen Spülmittel (keinen Haushaltsreiniger!) oder Flüssigseife.
  • Tabletten und Tabs ersetzen nicht die mechanische Reinigung und sind deshalb nur bedingt geeignet. Chemisches Reinigen mit Sprudeltabletten oder Pulverkonzentraten auf Peroxid-Basis sollte nur zwei- bis dreimal pro Woche als Ergänzung zur mechanischen Reinigung erfolgen. Wegen der Gefahr einer unerwünschten Bleichung des Prothesen-Kunststoffs sollten die vorgegebenen Einwirkzeiten unbedingt eingehalten werden (siehe Packungsbeilage).
  • Bei starken, kalkartigen Ablagerungen empfehlen wir eine professionelle Prothesenreinigung bzw. -aufarbeitung in unserem Praxislabor. Nach einem Ultraschallbad und manueller Reinigung unter Zuhilfenahme einer Lupenbrille erhält Ihre Prothese eine Politur mit speziellen rotierenden Instrumenten sowie eine abschließende Desinfektion.
  • Regelmäßige Kontrolluntersuchungen (mindestens 2xl jährlich) sind auch bei gut eingepassten Vollprothesen wichtig für eine lange Lebensdauer und einen gleichbleibend guten Tragekomfort.

Häufig gestellte Fragen

Kann / sollte eine Vollprothese auch nachts getragen werden?
Es gibt keine allgemein gültigen Empfehlungen dafür, ob ein herausnehmbarer Zahnersatz nachts getragen werden sollte oder nicht. Manche Patienten fühlen sich wohler mit ihren dritten Zähnen, andere stört eine Zahnprothese beim Schlafen. Generell bestehen keine Bedenken gegen ein nächtliches Tragen. Häufig wirkt es sich sogar positiv aus, dass die Abstützung der Kiefer zueinander auch in der Nacht gewährleistet ist. Der Zahnersatz sollte vor dem Schlafengehen allerdings sorgfältig gereinigt werden, da unter einem schmutzigen Zahnersatz, zudem in feuchter und warmer Mundhöhlen-Umgebung, schädliche Bakterien besonders gut gedeihen. Im Falle von Schleimhautveränderungen, Blutungen oder Juckreiz, sollte die Prothese nachts herausgenommen werden. Bei anhaltenden Beschwerden vereinbaren Sie bitte einen Kontrolltermin in unserer Praxis.

Was ist eine Unterfütterung?
Durch eine Unterfütterung wird eine nicht mehr korrekt sitzende Vollprothese dem darunter-liegenden Kieferknochen bzw. Weichgewebe wieder exakt angepasst.

Die gebräuchlichste Methode ist die „indirekte Unterfütterung“, bei der vom Zahnarzt zunächst ein Abdruck mit einer Silikonmasse genommen wird. Dabei dient die Prothese quasi als Abdrucklöffel. Das Abdruckmaterial füllt alle Stellen auf, an denen die Prothese nicht mehr richtig auf dem Kiefer sitzt und gibt die aktuelle Form des Kieferknochens und der Mundschleimhautsituation genau wieder. In einem zahntechnischen Labor werden, nach der Anfertigung von Gipsmodellen, die Hohlräume zwischen Prothese und Kiefer mit speziellem Prothesenkunststoff aufgefüllt. Noch am selben Tag wird die unterfütterte Prothese beim Zahnarzt wieder eingesetzt und falls nötig kleine Korrekturen vorgenommen.

Warum müssen Vollprothesen „unterfüttert“ werden?

Der Kieferknochen und das Weichgewebe unter einer Zahnprothese unterliegen einer ständigen Umwandlung. Insbesondere der ehemals Zahn tragende Anteil des Kieferknochens (Kieferkamm) bildet sich unter einer Prothese allmählich zurück. Auch die umgebenden Weichgewebe sind Veränderungen unterworfen: Gewichtsschwankungen und Alterungsprozesse wie z. B. der Abbau der Wangen- und Lippenmuskulatur führen dazu, dass eine Vollprothese nach einiger Zeit nicht mehr korrekt sitzt.

Oft kommt es deshalb zu Druckstellen oder es gelangen vermehrt Speisereste unter die Prothese. Eindringende Luft reduziert v. a. im Oberkiefer die Saughaftung der Prothese. Bei Teilprothesen sinken die sog. „Freiendsättel“ durch den Knochenrückgang tief ein, was zur Überbelastung und ggf. Lockerung der verbliebenen Zähne führt. Aus den genannten Gründen ist es wichtig, die Prothese den veränderten Verhältnissen immer wieder mit Hilfe einer Unterfütterung anzupassen.

Was kann man tun, wenn eine Vollprothese trotz Unterfütterung nicht ausreichend Halt findet?

Damit eine Vollprothese guten Halt findet, ist unter anderem eine ausreichende Höhe der Kieferkämme erforderlich. Ist das vorhandene Knochenangebot zu gering, findet eine rein schleimhautgetragene Prothese keinen Halt mehr. In diesem Fall sollte die Verankerung der instabilen Prothese mit Hilfe von Implantaten (ggf. in Verbindung mit einem Knochenaufbau) in Betracht gezogen werden. Ausführliche Informationen dazu finden Sie unter dem Menüpunkt „Implantologie“.

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