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Zahnarztpraxis St. Arnold
Dr. René Kurowski
Dr. Doris Steven
48485 Neuenkirchen
Fon 059 73 / 900 709

info@zahnarztpraxis-st-arnold.de

Implantologie

Fragen und Antworten zu Implantaten

Was ist überhaupt ein Zahnimplantat?

Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln. Sie bestehen meist aus gut verträglichem Titan und haben die Form einer zylindrischen oder konusförmigen Schraube. Implantate werden in den Kieferknochen eingepflanzt, um darauf eine einzelne Krone, eine Brücke oder eine Teil- bzw. Vollprothese zu befestigen. In der Regel besteht ein Zahnimplantat aus drei Teilen:

Bild eines Implantats
  1. Implantatkörper
    = im Knochen integrierter Anteil (das „eigentliche“ Implantat)
  2. Abutment (auch Implantatpfosten oder -aufbau genannt)
    = Verbindungsstück zwischen Implantatkörper u. Suprakonstruktion
  3. Suprakonstruktion
    = prothetischer Aufbau (z.B. Krone, Brücke, Verankerungselemente von Prothesen - also das, was der Patient im Mund sieht)

Während der Einheilphase entsteht eine enge Verbindung zwischen den Knochenzellen und der Implantatoberfläche - der körpereigene Knochen umschließt das Implantat und „verwächst“ mit ihm. Das Implantat übernimmt die Funktion der natürlichen Zahnwurzel und leitet die Kaukraft von der Zahnkrone auf den Kieferknochen weiter. Der Kieferknochen bleibt durch diese natürliche Belastung vital und bildet sich nicht zurück.

Ist eine Implantatbehandlung schmerzhaft?

Bild eines Implantats

Das Einfügen von Implantaten lässt sich sehr gut unter örtlicher Betäubung durchführen. Wenn das Implantatlager geschaffen und das Implantat eingesetzt wird, verspüren Sie ein Vibrieren bzw. ein leichtes Druckgefühl, aber keine Schmerzen.

Nach der Operation können wie bei jedem chirurgischen Eingriff Wundschmerzen auftreten, die sich mit üblichen Schmerzmitteln gut kontrollieren lassen. Auf Wunsch kann der Eingriff auch unter Lachgas-Sedierung erfolgen. Sprechen Sie uns gerne darauf an.

Wie verträglich sind Implantate? Kann ein Implantat abgestoßen werden?

Wir verwenden in unserer Praxis ausschließlich Implantate aus Reintitan. Titan wird seit über 30 Jahren in der dentalen Implantologie eingesetzt; laut wissenschaftlichen Studien verhält es sich biologisch neutral und weist eine hervorragende Gewebeverträglichkeit auf. Hochreines Titan geht eine direkte molekulare Verbindung mit dem Kieferknochen ein (sog. Osseointegration), was für eine gute Integration der neuen künstlichen Zahnwurzel in den Kieferknochen sorgt. Abstoßungen im Sinne einer allergischen Reaktion/ Fremdkörperreaktion sind nicht bekannt.

Wenn ein Implantat verloren geht, geschieht dies meist während der Einheilzeit. Zu frühe bzw. falsche Belastung, Entzündungen infolge mangelnder Mundhygiene oder eine kritische Knochensituation können Gründe für einen frühzeitigen Implantatverlust sein. Statistisch gesehen heilen dennoch über 95% aller Implantate ein.

Wie lange hält ein Implantat?

Implantate können generell ein Leben lang halten; statistisch betrachtet sind nach zehn Jahren noch über 90 Prozent der gesetzten Zahnimplantate in Funktion. Voraussetzung dafür ist allerdings eine systematische Nachsorge inklusive regelmäßiger Kontrollen und professioneller Zahnreinigungen sowie die verlässliche Mitarbeit des Patienten. Implantate müssen wie die eigenen Zähne - bzw. noch sorgfältiger als diese - gepflegt werden. Unsere Prophylaxe-Assistentinnen unterstützen Sie dabei.

Wie lange dauert es, bis ein Implantat im Kieferknochen eingeheilt ist?

Im Oberkiefer dauert es durchschnittlich ca. 4-6 Monate bis ein Implantat vollständig im Kieferknochen eingeheilt ist. Im Unterkiefer beträgt die Einheilzeit nur etwa 3 Monate. Grund dafür ist die höhere Knochendichte und somit bessere Knochenqualität im Unterkiefer, die eine größere Primärstabilität gewährleistet und auch die Verwendung von kürzeren Implantaten erlaubt. Der Oberkieferknochen hingegen ist von lockerer, schwammartiger Struktur, was die dauerhaft stabile Einheilung künstlicher Zahnwurzeln erschwert.

Spricht im fortgeschrittenen Alter etwas gegen eine Implantation?

Um mit Implantaten neue Lebensqualität zu gewinnen, ist es grundsätzlich nie zu spät. Die Behandlung ist so risikoarm, dass man sich durchaus auch noch mit 70, 80 oder sogar 90 Jahren Implantate einsetzen lassen kann. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht.

Entscheidender Faktor für eine Implantation ist vielmehr ein ausreichendes Kieferknochenangebot. Sollte dies nicht gegeben sein, kann mit modernen Knochenaufbaumethoden Abhilfe geschaffen werden. Lassen Sie sich gern von uns beraten.

Wie viele Implantate benötige ich für eine Prothese,
wenn alle eigenen Zähne fehlen?

Bei der Festlegung der Implantatzahl richten wir uns nach den aktuellen Empfehlungen der Konsensuskonferenz Implantologie*. Beim zahnlosen Unterkiefer werden im Regelfall 4 Implantate empfohlen, um eine herausnehmbare Prothese zu verankern (Der Halt einer Prothese lässt sich auch mit 2 Implantaten verbessern, diese Lösung bietet aber weniger Stabilität als eine Versorgung auf 4 Implantaten). Beim zahnlosen Oberkiefer sind für die Versorgung mit einer herausnehmbaren Prothese 4-6 Implantate notwendig.

Für festsitzende Versorgungen werden im Unterkiefer 6 Implantate und im Oberkiefer 8 Implantate benötigt. Abweichungen von diesen - seit über 20 Jahren bewährten - Standards sind nicht per se falsch. Es gibt durchaus patientenindividuelle Gründe, aus denen sich andere Versorgungsformen als Behandlungskompromisse ergeben können.

(*Kooperation aus Berufsverbänden und wissenschaftlichen Fachgesellschaften zum Zwecke der Qualitätssicherung in der Implantologie)

Kann implantatgetragener Zahnersatz erneuert
oder erweitert werden?

Implantatgetragener Zahnersatz lässt sich jederzeit erneuern oder verändern. So kann z. B. ein Einzelzahnimplantat kann auch nach Jahren problemlos in einen Pfeiler für eine Brücke oder Prothese umgewandelt werden.

Mein Kieferknochen ist schon stark geschwunden.
Sind Implantate trotzdem möglich?

Für einen sicheren Langzeiterfolg sollte der Kieferknochen in der Breite und in der Höhe ausreichend dimensioniert sein. Die Kieferhöhe und -breite lässt sich durch eine sog. Panoramaröntgenaufnahme und ggf. durch eine dreidimensionale Volumenaufnahme bestimmen. Sollte nicht genug Knochen vorhanden sein, ist ein Knochenaufbau* möglich.

Gibt es ein Mindestalter für Implantate?

Das Knochenwachstum sollte zum Zeitpunkt einer Implantation abgeschlossen sein. Davon kann man bei Mädchen normalerweise ab etwa 16 Jahren, bei Jungen ab etwa 18 Jahren ausgehen. Im Zweifelsfall lässt sich dies leicht anhand einer Röntgenaufnahme der Handwurzel feststellen.

Was kosten Implantate?

Die Kosten einer Implantatbehandlung hängen von verschiedenen Faktoren ab und können deshalb erheblich variieren. Sie sind u. a. abhängig von der Knochenqualität, der Anzahl der zu setzenden Implantate und von der geplanten prothetischen Versorgung. Knochenaufbauende Maßnahmen erhöhen die Gesamtkosten. Die Frage nach den Kosten kann deshalb nicht pauschal beantwortet werden. Wir beraten Sie gern persönlich und erstellen Ihnen einen individuellen Kostenvoranschlag.

Zahlt die gesetzliche bzw. private
Kranken(zusatz)versicherung etwas dazu?

Die Gesamtkosten einer Implantatversorgung setzen sich aus zwei Bereichen zusammen:
1. Kosten für die implantologisch-chirurgischen Leistungen (inkl. Planung, Material,etc.)
2. Kosten für den Zahnersatz auf den Implantaten

A. Gesetzlich versicherte Patienten
Von wenigen extremen Ausnahmen abgesehen werden die Kosten für implantologisch-chirurgische Leistungen von den gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich nicht übernommen. Alle mit der Implantation in Zusammenhang stehenden Leistungen werden dem Patienten daher auf Grundlage der sog. Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) privat in Rechnung gestellt.

Für den auf Implantaten befestigten Zahnersatz, die sog. „Suprakonstruktion“, gewähren die gesetzlichen Krankenkassen hingegen einen sog. „Festzuschuss“. Die Höhe dieses Zuschusses richtet sich nach den Kosten der sog. „Regelversorgung“; das ist die Behandlung, die beim jeweils vorliegenden Befund die Standardtherapie ist. Beim Nachweis eines Bonusheftes mit jährlichen Eintragungen von zahnärztlichen Kontrolluntersuchungen der letzten 5 bzw. 10 Jahre erhöht sich der Festzuschuss um 20- bzw. 30%.

B. Beihilfe
Die Beihilfestellen übernehmen die anfallenden Kosten ebenfalls nur in Ausnahmeindikationen. Auch hier erhalten die Versicherten einen Festbetrag, der jedoch auf Landes – und Bundesebene variieren kann.

C. Privat versicherte Patienten
Privat versicherte Patienten erhalten entsprechend ihrem abgeschlossenen Tarif eine Bezuschussung der Implantatversorgung. Da auch private Krankenversicherer die entstehenden Kosten meist nicht komplett übernehmen, empfehlen wir unseren Patienten, vor Behandlungsbeginn einen individuellen Kostenvoranschlag bei ihrer Krankenversicherung einzureichen und eine Kostenzusage abzuwarten. Aus der Differenz zwischen dem Kostenvoranschlag und der Bezuschussung der Krankenversicherung ergibt sich der Eigenanteil.

D. Rechnet sich ein Zahnimplantat?
Implantate sind eine langfristige Investition in Ihre Gesundheit und in Ihr Wohlbefinden. Bei guter Pflege können diese Implantate ein Leben lang halten. Sie verrichten 365 Tage im Jahr unbemerkt, effektiv und zuverlässig ihre Arbeit. Umgerechnet auf die Tragezeit ist ein Implantat oft nicht teurer als andere Dinge des täglichen Bedarfs, wie zum Beispiel eine Tageszeitung.

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Zähne benötigen - um gesund zu bleiben - regelmäßige, intensive Pflege. Besonders wichtig ist die häusliche Pflege mit Zahnbürste und Zahnseide, wozu wir Ihnen detaillierte Anweisung geben.